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e!genarts erste Lesung

Achtung: Alles nur Kopfkino!!!
kursiv = Vorgeplänkel + spontane Einwürfe während des Lesens

Schönen guten Abend. Na, dann will ich mal. Mein Name ist... naja, tut ja eigentlich nichts zur Sache - ich steh beim Winkelsen auf der Blogroll.

Wer hat da gebuht?

So. Ich habe einen Text über eine unerfüllte Liebe und Teenagerprobleme mitgebracht. Habe gehört, so was kommt an.

Was? Lauter?
Ach... das Mikro pfeift?

So, jetzt aber:

Ich war 16, und es war Sommer…(Gekicher) ach, Ihr kennt den Text schon? Soll ich was Anderes lesen? Nee, oder? Na dann, weiter … und es war Sommer als ich Sie zum ersten Mal sah - eine hässliche, dumme Ziege mit Überbiss… Huch, jetzt bin ich in der Zeile verrutscht. Moment… ah hier… zum ersten Mal sah. Heute wollte ich sie endlich ansprechen, was ich mich davor nie getraut hatte, denn immer war ihre Mutter dabei - eine hässlich dumme Ziege mit Überbiss, die mich nicht mochte, glaubte ich. Aber das konnte auch Einbildung sein, denn sie kannte mich ja gar nicht. Später stellte sich dann übrigens heraus, dass das auch genau so war.

Aber heute saß sie alleine in dem kleinen Eiscafé an der Ecke - allerdings sagte damals noch kein Mensch 'Eiscafé': Eisdiele hieß das! Ich stand ja sowieso mehr auf Calipo, aber das gab’s an der Eisdiele nicht.

Kennt Ihr das eigentlich noch, dass einem das doofe Calipo total oft aus dieser Quetschverpackung rausgeschossen ist und im Dreck landete? Außerdem habe ich mir mal mit nem Ed von Schleck ein blaues Auge verpasst… der Vorteil ist allerdings, dass das dann gleich kühlt. Nee, das stimmt natürlich alles nicht, aber man sagte mir, ich solle so Retro-Nostalgie-Zeugs in den Text einbauen – zwecks Identifikation, und so… und dann dachte ich mir, nimmste „Calipo“ und „Ed v. Schleck“ – der „Braune Bär“ war mir irgendwie schon zu ausgelutscht… „Treets“ hätte ich auch nehmen können – aber das war ja kein Eis… also,

Da saß sie – Jessica. Die wundervolle Jessica. Ihr Name klang in meinen Ohren nach Musik, obwohl ich ihn zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht kannte. Jazzica. Freejazzica!

Ha, da fällt mir gerade ein: „Free Jessica“ könnte so ne „Free Willy“-Parodie sein – nur halt mit so ner dicken Frau, die im Zirkus immer mit nem Tretroller auftreten muss und das doof findet. OK, tschuldigung, geht schon weiter…

Jazzica, Freejazzica, Jazz-Dancing-Class Jessica… der Name fing an, mir gehörig auf den Wecker zu gehen. Und wie sie da saß, mit ihren drei Freundinnen, und wie sie sich ihren Coup Dänemark teilten und dabei kicherten. Nein, ich war noch nicht so weit.
Ich fand Mädchen immer noch doof.
Und ich war schon 16. Und Sommer war auch noch.
15.2.11 13:17
 
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